szmmctag

  • Und schon wieder umgezogen

    diesmal endlich zu einer Freien Software-Lösung, die auch problemloses Exportieren der Postings erlaubt:

    http://schwoggel.wordpress.com/

  • Neues Blog

    In zukunft ohne Werbung auf
    http://schwoggel.blogspot.com/

  • Schreib doch mal Deinem Europa-Abgeordneten!

    Eben las ich eine E-mail auf einer Mailingliste mit der Aufforderung sich doch an "seinen" Europa-Abgeordneten zu wenden. Mal unabhängig davon, worum es geht: Wer ist "mein" Europa-Abgeordneter?

    Es hat eine Weile gedauert das herauszufinden. Für Hessen (da wohne ich) sind es:

    Dr. Udo Bullmann, SPD (SPE)

    Michael Gahler, CDU (EVP)

    Thomas Mann, CDU (EVP)

    Hartmut Nassauer, CDU (EVP)

    Barbara Weiler, SPD (SPE)

    Herausgefunden habe ich es letzlich durch die Seite http://www.mein-mdep.de/

    Schockierend wie wenig man sich damit auseinandersetzt...

  • Bloß kein Wort zuviel sagen

    Ein Erlebnis muß ich noch schnell loswerden. Folgendes ist mir jetzt schon mehrmals passiert: Auf dem Weg zum Geldautomaten kommen mir Leute an der Tür entgegen, grüßen mich nett, manche halten mir sogar noch die Tür auf(!) und wenn ich vor dem Geldautomaten stehe, lese ich "Aus technischen Gründen ist dieser Automat leider außer Betrieb."

    Das mit dem Tür aufhalten ist erst vorgestern passiert. Ich kann mich auch noch daran erinnern am Frankfurter Hauptbahnhof hinter jemandem angestanden zu haben. Vor ihm war gerade jemand schon eine Weile mit dem Automaten beschäftigt. Währenddessen stauen sich bereits drei bis vier weitere Leute hinter mir.

    Schließlich wendet sich der Mann am Automaten mit einem unzufriedenen Gesicht und zieht ab. "Wohl kein Geld bekommen", habe ich mir gedacht. Der Mann vor mir tritt vor zum Schalter, dreht sich nach wenigen Sekunden um und marschiert wortlos an der Warteschlange vorbei.

    Ich gehe vor und sehe die Fehlermeldung. Den anderen Leuten zu sagen, dass der Automat defekt ist, hat gar nicht weh getan.

  • Wikia-Suchmaschine hat Alpha-Testphase verlassen

    Ich hatte ja bereits im Januar darüber berichtet, jetzt geht es langsam richtig los mit der "freien" Suchmaschine im Netz! Die Search-engine sowie die Web-oberfläche sind Freie Software. Im Vergleich zur Alpha-Phase ist die Bedienung um einiges besser geworden. Helft mit! Je mehr Nutzer, desto besser die Ergebnisse.

    http://re.search.wikia.com/index.html

  • Wikipediaartikel als Hausarbeit an der Uni

    Der Artikel ist zwar schon was älter, aber erwähnenswert: In Vancouver hat ein Professor Wikipedia-Artikel als Hausarbeit aufgegeben. Die, die es zu den "exzellenten Artikeln" geschafft haben, bekamen bessere Noten. Das nenne ich mal innovativ. Und die Allgemeinheit hat auch noch etwas davon. Ganz zu schweigen von dem Professor, der es um einiges leichter bei den Korrekturen hat :)

    Hier der Link: http://news.yahoo.com/s/afp/20080511/tc_afp/canadascienceinternet

  • Und wieder einmal Kundendaten verschwunden

    Wäre es nicht so haarsträubend, dann würde es langsam langweilig; so regelmäßig hört man davon, dass irgendwelche personenbezogenen Daten einfach so verschwinden: Eine New Yorker Bank verlor vor 3 Monaten

    Daten von rund 4,5 Millionen Kunden. Das Band ist nach Berichten amerikanischer Medien vor etwa drei Monaten während eines Transports abhanden gekommen. Es enthält Daten wie Namen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern; die Daten sollen nicht verschlüsselt sein.
    wie Heise berichtet. Wobei das "unverschlüsselt bei solchen Daten eigentlich der Hammer ist.

  • Schäuble hat "Probleme" damit, dass das Grundgesetz "jeden" schützt

    Was man über unseren Innenminister lesen muß nimmt immer merkwürdigere Züge an. So wird er von der Süddeutschen zitiert:

    Zunehmende Schwierigkeiten habe er damit, dass ein Terrorist den gleichen Schutz des Grundgesetzes genießen solle wie jeder Bürger.

    Und das die Geheimdienste einer gewissen Kontrolle unterstehen hält er auch für wenig hilfreich:

    "Parlamentarische Transparenz ist manchmal der falsche Weg" wird er wörtlich zitiert.

    Vielen Dank an Kristian Köhntopp, der in seinem Eintrag auch auf folgende Seiten verweist: Alexander Finger und Udo Vetter

    Wo soll das noch enden?

  • Zweisprachigkeit als Chance begreifen

    Hier ist ein interessanter Artikel auf spiegel.de über zweisprachige Erziehung.

    Ein paar Auszüge:

    Migrantenkinder sollen endlich richtig Deutsch lernen - ihre Muttersprache gilt in deutschen Schulen eher als Ballast. Finnische Lehrer und Bildungspolitiker dagegen haben längst die Zweisprachigkeit als große Bildungschance entdeckt.

    Kaum jemand bezweifelt die Vorteile der Zweisprachigkeit: Wie von selbst weitet sich der Horizont, die Kinder gewinnen auch intellektuell. Sie reflektieren früh über sprachliche Bedeutungen und kulturelle Unterschiede, lernen leichter weitere Sprachen und haben weniger Schwierigkeiten mit dem Umschalten von einer Tätigkeit zur anderen.

    Ausgerechnet denen, die von Haus aus die besten Voraussetzungen für eine funktionierende Zweisprachigkeit hätten, nämlich den Migrantenkindern, sagt man, sie sollten in erster Linie Deutsch
    lernen.

    "Es ergibt wenig Sinn, im Kindergarten dem Kind Englisch beizubringen, wenn die Sprache nicht Bestandteil des Alltags des Kindes ist", sagt Hans Rudolf Leu vom Deutschen Jugendinstitut in München. Ohne Umschweife gelingt dies aber in einer zweisprachigen Familie, in der sich beide Elternteile konsequent jeweils in ihrer Muttersprache an das Kind wenden.

    Auch drei Muttersprachen sind ohneweiteres möglich. Es wird von einer finnisch-griechischen Familie berichtet, die schlicht nicht auf den Kinderarzt gehört hat "wenigstens eine Sprache wegzulassen".

    Auch interessant ist:

    Eine kroatische Nachbarin der Familie wiederum redete immer gebrochenes Deutsch mit ihrem Sohn. Und jetzt hat der Junge einen Akzent, obwohl er hier geboren und aufgewachsen ist.

    "Wir setzen auf die Vorteile der multikulturellen Gesellschaft, indem wir zum Beispiel die Bedeutung der Muttersprache verstanden haben", sagt Johanna Suurpää, Minderheitenbeauftragte im Innenministerium. Muttersprachenunterricht gibt es laut Bildungsministerium in 50
    verschiedenen Sprachen in 70 verschiedenen Gemeinden.

    Abschließend sei erwähnt:

    In Finnland werden 7,8 des Bruttoninlandprodukts für Bildung aufgewandt, in Deutschland sind es 4,8 Prozent.

  • GNU/Linux für 52 Millionen brasilianische Schüler

    Das brasilianische Bildungsministerium hat den Einsatz von GNU/Linux an allen öffentlichen Schulen beschlossen. Damit werden bis 2009 ca. 52 Millionen Schüler in Brasilien mit Freier Software unterrichtet.

    Hier ein Zitat von Golem:

    Bis Ende 2008 sollen 29.000 Räume auf Linux umgestellt sein, die von 32 Millionen Schülern genutzt werden. Bis Ende 2009 sollen dann 53.000 Computerräume für gut 52 Millionen Schüler die Linux-Plattform einsetzen

    Näheres gibt es aber auch hier:

    http://www.linux-community.de/story?storyid=25438
    http://www.pro-linux.de/news/2008/12612.html

  • EU Parlament bald mit Freier Software?

    Nach einer Anfrage der italienischen Europaabgeortneten Marco Cappato und Marco Pannella:

    Könnte und müsste nach Ansicht der Kommission nicht

    — in Erwägung der Rechtssache „Europäische Kommission gegen Microsoft“, in deren Rahmen das amerikanische Unternehmen wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung zwei Geldbußen in Höhe von insgesamt 1,68 Mrd. EUR zahlen musste;
    — in Erwägung der Tatsache, dass die Gemeinschaftsorgane ausschließlich Microsoft-Produkte verwenden (Betriebssystem Windows XP Professional, Browser Internet Explorer, E-Mail-Programm MS Outlook und MS Office-Paket) und dass nur begrenzt andere Software installiert wird, was den Informatik-Abteilungen des Parlaments zufolge auf einen interinstitutionellen Beschluss zurückzuführen ist;
    — in der Erwägung, dass dadurch hohe Kosten für den Erwerb tausender Software-Lizenzen entstehen und die Organe der EU sich von einem einzigen Lieferanten — mit marktbeherrschender Stellung — abhängig machen, was zu Problemen bei der Zugänglichkeit von Dokumenten, die in eigenen Formaten erstellt wurden, und bei der Kompatibilität führt;
    — in Erwägung der Tatsache, dass vom deutschen Parlament 2004 und vom italienischen und französischen Parlament 2007 ebenso wie von anderen gewählten Versammlungen und öffentlichen Einrichtungen die Nutzung freier Software beschlossen wurde;

    um ein politisches Zeichen zu setzen, dass offene Technologien befürwortet werden, bzw. zum Zwecke der Kostensenkung

    1. eine Studie über die wirtschaftlichen und funktionellen Kosten erstellt werden, die durch die derzeitige Abhängigkeit von einem einzigen Software-Lieferanten entstehen, und dieser mit der potenziellen Einsparung im Falle der Nutzung freier Software konfrontiert werden?

    2. alternative freie Software geprüft werden, die die zurzeit verwendete eigene Software ersetzen könnte, indem die in anderen Einrichtungen praktizierten Lösungen untersucht werden?

    wird in der IT-Abteilung des EP Ubuntu und OpenOffice getestet. In einer ersten Antwort von James Nicholson wurden die Anforderungen, die das EU Parlament an seine Software stellt, erfüllt.

    Man darf gespannt sein...

  • Was ist los mit Mütterchen Russland?

    Mit Russland habe ich bisher eine Reihe Probleme verbunden, aber Rechtsextremismus wäre mir nicht eingefallen. Warum auch, wenn man bedenkt, dass die Sowietunion laut Wikipedia fast 21 Millionen Menschenleben durch den von den Nationalsozialisten entfachten 2. Weltkrieg verloren haben (38 % aller Kriegstoten).

    Da komme ich also aus dem Urlaub zurück und lese diesen Artikel auf Telepolis. Demnach verfügt Russland über die größte und gewalttätigste rechte Szene Europas und Asiens. Folgende Stellen möchte ich hier zitieren:

    Dem Moskauer Menschenrechtsbüro zufolge starben bei 86 rassistischen Überfällen allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres 49 Menschen, 80 weitere wurden verletzt. Dies stellt eine Explosion rassistisch motivierter Gewalt um 400 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum dar.

    Laut neusten Umfragen sind nur 37 Prozent der Russen der Meinung, dass es "sehr wichtig" sei, Menschen unterschiedlicher Abstammung gleich behandelt würden. Zugleich stieg einer Befragung des Lewada-Zentrums zufolge der Anteil der Bürger der russischen Föderation, die der Parole "Russland den Russen" zustimmen, in den letzten Jahren von 46 Prozent auf 56 Prozent.

    Ein Drittel der befragten Studierenden einer Moskauer Hochschule glaubt, es wäre nicht so schlimm gewesen, wenn Hitler-Deutschland die Sowjetunion besiegt hätte. Etwa zehn Prozent äußerten, das Leben in Russland wäre in dem Fall vielleicht besser geworden.

    Nun, Rechtsextremismus ist ein weltweites "Phänomen" und in Russland scheint es also besonders verbreitet zu sein. Allerdings werden auch erschreckende Zahlen genannt, die andeuten, wie der Staat mit dieser rechten Gewalt umgeht:

    Einen Justizskandal löste der Mord an einem neunjährigen tadschikischen Mädchen aus, das im Februar 2004 in St. Petersburg von einer Bande Skinheads getötet wurde. Die Mörder wurden gefasst und lediglich wegen "Rowdytums" zu gerade mal fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Allgemein soll laut Sova die Strafverfolgung Rassistischer Gewalt in 2007 einen "beträchtlichen Rückgang" erfahren haben. Nur 24 Anklagen endeten mit einer Verurteilung der Beschuldigten, in 2006 gab es zumindest noch 33 Verurteilungen. Dabei zählte Sova im vergangenen Jahr 653 Opfer rechter Gewalt, inklusive der besagten 76 Toten.

    Auf der anderen Seite könnte das auch die durchaus übliche Aufklärungsquote in Russland sein. Mir fehlt gerade die Zeit um das zu recherchieren. Weiß da jemand besser bescheid?

  • Kleines Jamendo Script

    Etwas genervt davon, dass das System auf Jamendo.com nicht zuverlässig bereits angehörte Alben als solche speichert, habe ich ein kleines Script geschrieben, das mir helfen sollte manchen Schrott nicht zweimal hören zu müssen. Es fängt bei den Ältesten Alben an und hangelt sich die Alben-nummern hoch. Leere (gelöschte) Alben werden per wget aufgespürt und übersprungen. Hier ist es:

    #!/bin/bash

    # this script intents to keep track of already heard albums on jamendo.com

    # mofify the following variables according to your system:

    # File that keeps the number of the latest album:
    LASTALBUMFILE=~/.jamendo-lastalbum

    # where to store bookmarks
    BOOKMARKFILE=~/.jamendo-bookmarks

    # the media player:
    OGGPLAYER=/usr/bin/totem

    # if it doesn't exist, we'll start with one:
    [ -f $LASTALBUMFILE ] || echo "LASTALBUM=1" > $LASTALBUMFILE
    [ -f $OGGPLAYER ] || echo "Player $OGGPLAYER not found"

    # make sure the player is already up and running:
    $OGGPLAYER &

    function nextalbum {
    . $LASTALBUMFILE
    echo Trying to play Album: $LASTALBUM

    if [ `wget http://www.jamendo.com/get2/stream/track/m3u/?album_id=$LASTALBUM -qO asdf; cat asdf|wc -l` = 1 ]
    then
    echo $LASTALBUM is empty. Try next...
    LASTALBUM=$[$LASTALBUM+1]
    echo "LASTALBUM=$LASTALBUM"
    echo "LASTALBUM=$LASTALBUM" > $LASTALBUMFILE
    nextalbum
    else
    echo playing $LASTALBUM
    $OGGPLAYER http://www.jamendo.com/get2/stream/track/m3u/?album_id=$LASTALBUM
    fi

    echo
    echo "press p for page, q for quit "
    read ANTWORT

    if [ "$ANTWORT" = "p" ] ; then
    firefox http://www.jamendo.com/de/album/$LASTALBUM &
    echo "bookmark? j for jepp"
    read BOOKMARK
    if [ "$BOOKMARK" = "j" ] ; then
    echo $LASTALBUM >> $BOOKMARKFILE
    echo $LASTALBUM saved
    else echo "ok, not saved"
    fi
    fi

    if [ "$ANTWORT" = "q" ] ; then
    echo "Script will exit"
    exit 0
    fi

    LASTALBUM=$[$LASTALBUM+1]
    echo "LASTALBUM=$LASTALBUM"
    echo "LASTALBUM=$LASTALBUM" > $LASTALBUMFILE
    nextalbum
    }

    cat $LASTALBUMFILE
    echo "Welcome! Listen to next album? q for quit"

    read CONTINUE
    if [ "$CONTINUE" = "q" ]
    then
    echo "dog in the manger"; exit 0
    else
    nextalbum
    fi

    Sicher nicht perfekt, aber es klappt soweit. Kommentare und Verbesserungen erwünscht :)

  • gNewSense 1.9 ist raus!

    Kurz nachdem Ubuntu Hardy freigegeben wurde, gibt es jetzt auch eine neue Version von gNewSense, Codename deltaH. Ich habe es soeben erfolgreich auf meinen Laptop (HP nc6000) installiert!

    Für alle, die gNewSense noch nicht kennen: Die Wikipedia beschreibt diese Distribution folgendermaßen:

    gNewSense ist ein Derivat von Ubuntu, in dem keine Binär-Bestandteile mehr vorhanden sind. Das Ziel dieses Derivats ist somit, eine komplett freie Distribution zu schaffen. Die Bestrebungen dieses Projekts haben bei Canonical große Beachtung gefunden. Ab Ubuntu 7.10 (Gutsy Gibbon) gibt es mit Gobuntu eine Version, welche ausschließlich aus quelloffener Software besteht.[3]

    Die Unterschiede zu Ubuntu sind im Einzelnen:

    • Kernel ist frei von proprietärer Firmware und proprietären Modulen.
    • Eingeschränkt nutzbare Pakete (Restricted) wurden entfernt.
    • Die Ubuntu-Logos wurden durch eigene ersetzt.
    • Das Universe-Repository (eine Quelle für zusätzliche Software) ist standardmäßig aktiviert.
    • Die Pakete „emacs“ (ein mächtiger Editor), „bsdgames“, „nethack“ (zwei alte Spiele) und „build-essential“ (ein Metapaket, das das Programmieren und Kompilieren von Quelltexten ermöglicht) sind Bestandteil der Standard-Installation.

    Diese Unterschiede verringern den Funktionsumfang der Distribution im Vergleich zu Ubuntu. Diese Tatsache spielt auch bei der Wahl des Namens gNewSense eine Rolle: so sind die Begriffe „new sense“, zu deutsch etwa „Neuer Sinn“, und „nuisance“, zu deutsch „Ärgernis“, homophon.

    Eine Live-CD sowie ein sogenannter „Distribution Builder“, zum Erstellen einer individuell angepassten Installation/Distribution, sind ebenso verfügbar.

    Wie alle Wikipedia-artikel steht der zitierte Text unter der GNU Free Documentation License.

  • Nutzloser Raketenschirm

    Laut einer Studie, von der unter anderem im Deutschlandfunk berichtet wird, wird der zu installierende Raketenabwehrschirm in Tschechien und Polen weitestgehend nutzlos sein.

    Das Radar würde dann nur die äußere Form der Objekte erkennen. Die Situation wäre dann etwa so wie für einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes am Flughafen, der herausfinden, soll ob jemand etwas in seinem Koffer schmuggelt, ohne aber in den Koffer hineinschauen zu dürfen. Das Radar kann einen Ballon mit Sprengkopf nicht von einem leeren Ballon unterscheiden.

    Das System müsste eigentlich mindestens fünf Mal so viele Sender-Empfängermodule haben, um wirksam arbeiten zu können. Hinzu kommt, dass das Radar in Tschechien keineswegs neu angeschafft wird, sondern ein Gerät ist, das seit zehn Jahren für Raketenabwehrtests im Pazifik im Betrieb ist.

    Es wird der Physiker George Lewis von der Cornell Universität in Ithaca, New York zitiert:

    Insbesondere geht es darum, dieses Projekt zu etablieren, bevor ein neuer US-Präsident kommt. Denn wenn erst einmal Fakten geschaffen sind, wird es für einen neuen Präsidenten sehr schwer zu sagen, nein, wir ziehen uns aus diesem Projekt in Europa zurück.

    Wer zahlt das eigentlich? Ich hoffe doch, dass dafür keine EU-Gelder fließen...

  • Freie Software: München und Auswärtiges Amt kooperieren

    Wieder mal eine schöne Nachricht. Die Stadt München und das Auswärtige Amt haben eine enge Zusammenarbeit beim Einsatz Freier Software vereinbart.

    Die für das Münchner LiMux-Projekt zuständige Bürgermeisterin Christine Strobl sieht in der engen Zusammenarbeit ?eine großartige Chance?: ?Freie Software und offene Standards vereinfachen es den Verwaltungen, ein enges Netzwerk zu knüpfen und von einander zu profitieren.?

    Keine völlig neue Erkenntnis, aber so selten. Sehr löblich :)

  • Noch einmal OOXML, (der Standard?)

    Da hat es Microsoft nun geschafft OOXML als ISO-Standard durchzudrücken und die ISO auf Dauer zu lähmen. Das ganze ist jetzt auch schon eine Weile her und ich hatte mich schon fast abgeregt, da stolpere ich auf diesen Pro-Linux Artikel. Ein paar Zitate:

    Die von vielen Seiten aufgezeigten Probleme bei der Annahme des OOXML-Standards durch die ISO haben nun dazu geführt, dass die Europäische Kommission eine Untersuchung der Vorgänge begonnen hat. Sie will von allen nationalen Standard-Komitees Auskunft über die Vorgänge erhalten.

    Man darf gespannt sein. Wenn jemand Neuigkeiten darüber findet, bitte melden!

    Während das ODF-Dokumentenformat bereits bei der Standardisierung von zahlreichen Applikationen unterstützt wurde, wird OOXML nicht einmal vom Hersteller selbst unterstützt.

    Es wird berichtet, dass die Ausgabe von Office 2007 auf OOXML-konformität geprüft wurde:

    Der ISO7IEC 29500-Beauftragte stellte bei seinen Tests über 122.000 Fehler im Strict-Modus fest. Mit einem Fehlerlog von 17 MB stellt sich deshalb für viele Beobachter die Frage, wie es ein Dateiformat zum Standard schaffen konnte, das nicht einmal durch den Hersteller unterstützt wird, und warum die ISO erst jetzt solche Tests durchgeführt hat.

    Was soll man dazu noch sagen? :??:

  • Brasilien setzt auf Freie Software bei Wahlcomputern

    Da man bei Wahlcomputern nicht mal eben die Wahlscheine "nachzählen" kann, bin ich gegen ihre Verwendung. Aber wenn sie schon eingesetzt werden, dann wenigstens so wie es derzeit in Brasilien geplant ist.

    Indem die bei TSE entwickelte freie Wahlsoftware auf Linux-Basis öffentlich gemacht wird, will die Behörde sicherstellen, dass keine Manipulation der Wahl möglich wird. Eventuelle Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten sollen so rechtzeitig vor der Wahl gefunden werden. Die Software wird digital signiert, so dass jede Änderung durch Prüfung der Signatur erkennbar wird.

    Das ist doch schon mal was.

  • Wie man mit Angst Politik macht

    Der Deutschlandfunk rezensiert das neue Buch von Heribert Prantl.

    "In einem maßlosen Staat gibt es vielleicht mehr Sicherheit, aber ganz sicher viel weniger Freiheit. Ein Staat, der ständig sein Recht verkürzt und in dem Grundrechte der Bürger nur noch dem Grunde nach zustehen, ist nicht stark, sondern schwach."

    ... ein Staat, der möglichst früh zugreifen will, um die große Gefahr möglichst zu beseitigen. Und er macht das mit Mitteln, die man halt früher nur gegen Verdächtige, gegen konkret Verdächtige, angewendet hat. Und in der Summe ergibt dies ein Bild - jetzt bin ich wieder bei dem Begriff Angst - das mir tatsächlich Angst macht. Aus Angst vor dem Terrorismus greift der Staat zu Mitteln, die einem dann für sich genommen wieder Angst machen."

    Wie der Deutschlandfunk bereits andeutet, werden dieses Buch wohl eher die lesen, die den Thesen ohnehin bereits zustimmen. Ein "neutrales Sachbuch" soll man auch nicht erwarten. Na ja, ich habe noch so viel zu lesen, ich weiß nicht ob es dazu kommen wird, aber vielleicht hat es hier ja schon jemand gelesen oder vor es zu kommentieren?
    Hier kann man es bestellen und bewerten.

  • Landesdatenschützer: Verschwendung durch verfassungswidrige Sicherheitsgesetze

    Der Jahresbericht des schleswig-holsteinischen Landesdatenschutzbeauftragten Thilo Weichert steckt voll mit Kritik am Gesetzgeber.

    Der Jahresbericht findet sich hier. Auf die Meldung gestoßen bin ich durch Heise.de

    Nichts neues ist das hier:

    Das höchste deutsche Gericht habe nach dem 11. September 2001 immer wieder feststellen müssen, "dass verabschiedete so genannte Sicherheitsgesetze mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht vereinbar sind".

    Das sind allerdings schon härtere Worte:

    Der Berliner Kurs kommt laut Weichert einer "Ressourcenverschleuderung" gleich. Während beim Datenschutz geknausert werde, würden Steuermittel "ohne erkennbaren Nutzen ausgegeben". Schlimmer noch sei, dass auch das Vertrauen der Bevölkerung in die Verfassungstreue von Gesetzgebungsorganen, in die Sicherheitsbehörden und in die Sicherheit der Daten der Bürger gefährdet werde.

    Und das hier hat mich wirklich geschockt:

    Mit großer Besorgnis sieht der Datenschutzbeauftragte auch "die Leichtigkeit, mit der eine Strafverfolgungsbehörde einen beschlagnahmten Computer an einen Verband der Unterhaltungsindustrie weitergegeben hat mit dem Angebot, eventuell festgestellte Urheberrechtsverletzungen zu ermitteln und zu verfolgen". Dabei sei dem Interessenverband ohne Bedenken der Zugriff auf sämtliche gespeicherten Daten einschließlich privater Bilder oder E-Mails ermöglicht worden. Der ursprüngliche Straftatverdacht habe sich aber nicht bestätigt. Es gebe Hinweise dafür, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt, sondern systematisch und nicht nur in Schleswig-Holstein eine Kooperation von Strafverfolgern und Unterhaltungsindustrie erfolge.

    Das sowas bei uns möglich ist hätte ich nicht gedacht. Vor allem: "Hinweise dafür, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt"

    Man man man.

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